Der Nebenwiderspruch – Eine Kampfansage

Eine Performance des feministischen Kollektivs der grosse tyrann von Liliane Koch und Maude Hélène Vuilleumier. Das Kollektiv arbeitet nach dem Konzept der „Herstory“. An mehreren Aufführungen wird das Publikum auf eine Zeitreise durch die Geschichte mit Schwerpunkt Frauen und Arbeit mitgenommen. Die historische Stadtführung durch das Zürcher Industrieviertel Binz wird mehr und mehr zu einer Demo. Die Menschengruppe hält an diversen Stationen an, die Künstlerinnen gehen auf spezifische Ereignisse in der europäischen Geschichte ein. Als Erzählerin fungiert die Figur der frühen Sozialistin und Feministin Flora Tristan, die sich bereits in den 1830er Jahren explizit für die Arbeiter*innenklasse starkmachte.

 

„Finalmente cittadine“ – herausgegeben von Susanna Castelletti und Marika Congestrì

Im Rahmen der Reihe „I Quaderni AARDT“ erschien 2021 das Buch „Finalmente cittadine“, das den Kampf um politische Gleichberichtigung im Tessin aus neuen Perspektiven aufzeigt. Eine andere Herangehensweise an die Geschichte des Frauenstimmrechts, die Facetten beleuchtet, welche bisher eher im Dunkeln lagen.

 

„Femmes entrepreneures“ -  eine Webseite der Association Soft Power in Genf

Soft-Power bietet Unternehmerinnen Instrumente, um ihre Kompetenzen in allen Bereichen des Unternehmertums zu erweitern. In Bildungsmodulen lernen Frauen, die ein Unternehmen gründen wollen, wie sie erfolgreich die Finanzierung erhalten, die sie zur Realisierung ihres Projekts benötigen. Der Verein bietet ein gezieltes Coaching von der Idee bis zum Start des Unternehmens.

 

„Frauenstimmrecht. Historische und rechtliche Entwicklungen 1848-1971“ Von Brigitte Studer und Judith Wyttenbach

Erste umfassende Entwicklungsgeschichte des Frauenstimmrechts – ein Standardwerk. Es gibt viele Einzeluntersuchungen der Geschichte des langen Kampfes um das Frauenstimmrecht, aber keine umfassende Darstellung, die den Bogen über den gesamten Zeitraum spannt und bislang unerschlossene Kantone integriert. Diese Lücke schliesst dieses Buch.

 

„Die Akte Urwyler – was kostet das Frau-sein“ eine Audio-Doku als Podcast von Elephant Stories

Elephant Stories ist eine Agentur, die Geschichten aufspürt und erzählt. Dazu nutzt sie diverse Medien. Die 5-teilige Audio-Doku-Serie „Akte Urwyler“ ist als Podcast erhältlich und erzählt die Geschichte der Ärztin Natalie Urwyler, die sich immer wieder – auch vor Gericht - gegen Diskriminierung gewehrt hat. 

 

„Hebammen – Auf die Welt kommen“ – Ein Kinodokumentarfilm von Leila Kühni

Der Film gibt einen intimen Einblick in ein Mysterium, das einerseits als Wunder und andererseits  als hochriskantes medizinisches Ereignis angesehen wird.  Diverse Hebammen erzählen aus ihrem Alltag im Spital, aber auch bei Heimgeburten und während der Begleitung der Eltern in der Zeit vor und nach der Geburt.

 

„Autonomía – die Plattformkooperative“ – Die erste Genossenschaft von Reinigungsarbeiterinnen in Zürich – Ein Projekt von FRAUEN 50Plus

FRAUEN 50Plus bietet Reinigungsarbeiterinnen einen 6-monatigen Kurs an, der ihnen das nötige Fachwissen vermittelt, um ihre eigene Genossenschaft, die Plattformkooperative Autonomía, zu gründen. Ziel der Genossenschaft ist die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Reinigungsbranche. So können sie ihre Dienstleistungen direkt an die Kund*in bringen und erarbeiten sich wirtschaftliche Unabhängigkeit und Autonomie.

 

„Empowerment Workshops mit Migrant_innen“ – ein Projekt von Brava (ehemals TERRE DES FEMMES)

Ziel der Workshops ist, Migrantinnen und geflüchtete Frauen durch Gruppenangebote zu stärken. Sie bieten Frauengruppen einen Raum, in dem sie sich über frauenspezifische Anliegen auszutauschen und Informationen teilen können. Die Teilnehmer*innen bestimmen den Inhalt der Workshops gemeinsam. Meistens geht es um ihre Rechte in der Schweiz und um Unterstützungsangebote sowie Handlungsmöglichkeiten bei Gewalt und Diskriminierung. Wichtig ist auch die Vernetzung mit relevanten Organisationen und Anlaufstellen in der Schweiz. Die Workshops sind kostenlos und finden in der Muttersprache der Teilnehmer*innen statt.

 

„Frauen*geschichte(n)“ – eine Webseite vom gleichnamigen Verein zur Geschichte der Frauen und der feministischen Bewegungen in der Schweiz

Der Verein Frauen*geschichte(n) unterhält eine Webseite, die in Zusammenarbeit mit Archiven und Körperschaften eine kuratierte Quellensammlung zu feministischen und frauengeschichtlichen Aspekten zusammenträgt. Der Fokus liegt auf der neuesten Zeitgeschichte und die Texte stützen sich vorwiegend auf Quellen aus der Schweiz. Neue Quellebeiträge werden regelmässig hochgeladen. Die Webseite gewährt interessierten Nutzer*innen Zugang zu Quellen und Archiven bezüglich der Geschichte von Frauen und der feministischen Geschichte.

 

„Spinnerei“ eine Graphic Novel von Susanne Honegger

Das Buch erzählt die Geschichte der Textilarbeiterin Maria und gibt somit vielen Frauen eine Stimme, die in den Textilfabriken gearbeitet haben. Es beleuchtet einen Teil der Glarner Industriegeschichte, der lange im Dunkeln gelegen hat. Die Form der Graphic Novel gibt die Welt der Textilindustrie sehr eindrücklich wieder. Originalschauplätze werden sichtbar und die auf wahrheitsgetreuen Berichten und ausführliche Recherchen basierende Erzählung prägt sich durch ihre Bildhaftigkeit besonders ein.

 

„AMIE F“ – ein Projekt zur Förderung des Berufseinstiegs für junge Flüchtlingsmütter

Bei diesem Angebot des SAH werden weibliche vorläufig aufgenommene und anerkannte Flüchtlinge (Status B und F) mit Kindern auf die Anforderungen des Schweizer Arbeitsmarktes vorbereitet und bei der Lehrstellen- oder Arbeitssuche unterstützt. Müttern zwischen 16 und 25 Jahren ohne (anerkannte) Erstausbildung bietet AMIE F externe Arbeitseinsätze mit integrierter Sprachförderung, Bildung und Bewerbungscoaching.

 

„Bongolatrices – Spectacle féministe autour des plusieurs récits de vie“

Ein feministisches Theaterstück von La Dolce Cie de théâtre

Eine theatralische Umsetzung des Buches “Larmes de femmes” des zeitgenössischen kongolesischen Autors Lye M. Yoka, zu sehen im Genfer Théatricul. Die ausdrucksstarke Schauspielerin Maguy Kalomba aus Kinshasa erzählt aus dem Leben von Frauen, die im frenetischen Alltag der kongolesischen Städte kaum beachtet werden.

 

“La conquista di un diritto – Il suffragio femminile in Svizzera (1848-1971)” von Brigitte Studer

Italienische Ausgabe von Brigitte Studers Buch „La conquête d’un droit. Le suffrage féminin en Suisse“ mit einem Vorwort von Susanna Castelletti zur Situation im Tessin und einem Nachwort von Andrea Pilotti zu den ersten 50 Jahren Frauenstimmrecht in der Schweiz. Erstmals erscheint in italienischer Sprache ein leicht zugänglicher Abriss des schwierigen und hindernisreichen Wegs, der von der Inkraftsetzung der Bundesverfassung 1848 bis zur Erlangung des Frauenstimmrechts 1971 führte.

 

„Die Frauen im Parlament – Kollektivbiografie der National- und Ständerätinnen, 1971-2019“ von Margrit Steinhauser

Die Autorin untersucht die weibliche Zusammensetzung des National- und Ständerats in den dreizehn Legislaturen von 1971 bis 2019. Sie geht der Frage nach, inwiefern sich das Kollektiv in Bezug auf Alter, Familienstand, soziale und geografische Herkunft sowie Bildung verändert hat. Ebenso interessieren die politischen Lebensläufe, das Verhältnis zur eigenen Partei und die weib­lichen Netzwerke. Nach der Annahme des Frauenstimmrechts 1971 bildeten die Frauen im Parlament eine kleine Minderheit. Die Aufnahme der Politikerinnen durch die Kollegen gestaltete sich schwierig. Am eindrücklichsten sichtbar wurde dies bei der Wahl der Bundes­rätinnen. In den vergangenen fünfzig Jahren erzielten die Parlamentarierinnen dank unermüdlichem Engagement Erfolge in wichtigen gleichstellungspolitischen Dossiers.