Frauen ins Bundeshaus! 50 Jahre Frauenstimmrecht.

Eine Ausstellung des Bernischen historischen Museums, der Universität Bern und des Interdisziplinären Zentrums für Geschlechterforschung der Universität Bern.

Aufgezeigt werden die Erfahrungen der ersten Politikerinnen im Bundeshaus, die im November 1971, nach der Annahme des Frauenstimmrechts im Februar des gleichen Jahres, ins Parlament einzogen.

Es sind bisher ungehörte Geschichten, die in Form von gefilmten Oral-History-Gesprächen erzählt werden. Originale Ton- und Bilddokumente sowie Exponate geben einen weiteren Einblick in die Arbeit dieser Frauen während ihrer Amtsführung.

Die Ausstellung ist eine Plattform für den öffentlichen Austausch und wirft auch einen Blick auf die heutige Situation der Frauenpolitik mit dem Fazit: Vieles wurde mit hartem Kampf erreicht, doch vieles bleibt noch zu tun.

 

 Verein 50 Jahre Frauenstimmrecht Luzern

Der neu gegründete Verein vernetzt Veranstaltungen zum 50-Jahr-Jubiliäum im Kanton Luzern, wo das Frauenstimmrecht bereits 1970 eingeführt wurde. Dazu schafft er eine Plattform für Institutionen und Gruppen, die zu diesem Anlass eine Veranstaltung planen, und er organisiert auch selber einen zentralen Jubiläumsanlass in Luzern. Der Verein arbeitet mit der nationalen Plattform „CH2021“ zusammen, die im Rahmen des schweizweiten 50-Jahr-Jumbiläums diverse Aktionen und Veranstaltungen koordiniert.

 

 Uno sguardo al femminile

45 donne leggono una scelta di immagini provenienti

dalla collezione dell'Archivio audiovisivo di Capriasca e Val Colla

 Das vom audiovisuellen Archiv der Region Capriasca und Valcolla herausgegebene Buch enthält eine Auswahl von Schwarzweiss-Fotografien mit je einem Begleittext. Die Texte stammen von 45 Frauen, die die Fotografien kommentieren sei es mit einer Erzählung, mit Erinnerungen, mit sozialen, politischen, historischen Überlegungen, mit Poesie und Fantasie. Jede Autorin widmet sich einem Bild, das sie besonders anspricht und vervollständigt es mit einem kurzen Text aus ihrer Sicht als Frau. Geschrieben wurden die Texte unter anderem von Tessiner Historikerinnen, Schriftstellerinnen, Journalistinnen und Kulturschaffenden.

 

 VEREIN CRESCENDA

Kurse für Frauen mit Migrations- und Fluchthintergrund, die ein Kleinstunternehmen aufbauen oder als qualifizierte Arbeitskraft in den Arbeitsmarkt einsteigen möchten

 Der in Basel ansässige Verein will sein Kursprogramm erweitern und Migrantinnen beim Schritt in die berufliche Selbständigkeit unterstützen. Dazu bietet er spezifische Gründungskurse an sowie eine systematische Begleitung auch nach Abschluss des Kurses, um die Frauen beim Einstieg in die Berufswelt zu zu fördern.

 

Donne d’oltre frontiera

Storie di migrazione tra Lombardia e Grigioni nel secondo dopoguerra

von Francesa Nussio

 Das Buch schaut auf eine Randregion, in der sich in den 60er Jahren ein reger Migrationsfluss entwickelte. Menschen aus der nördlichen Lombardei gingen im italienischsprachigen Graubünden auf Arbeitssuche und fanden Anstellungen in der Landwirtschaft, in der Hotellerie und Gastronomie sowie in Privathaushalten.

Zu den Einwanderern gehörten auch viele Frauen, und ihnen ist dieses Buch gewidmet. Es erzählt 19 Lebensgeschichten von Frauen aus Sondrio und anderen Orten der nördlichen Lombardei, die als Kindermädchen, landwirtschaftliche Hilfskraft, Wäscherin oder Serviertochter in Südbünden arbeiteten.

 

Pia Zanetti- Fotografin

Die Welt mit der Kamera befragen: Das Lebenswerk der Fotojournalistin Pia Zanetti

 Die 1943 in Basel geborene Fotografin arbeitete ab 1963 für bedeutende in- und ausländische Printmedien und für zahlreiche NGOs. Sie zeigt in ihren Aufnahmen vor allem Menschen, denen sie auf der Strasse, bei der Arbeit oder in der Freizeit begegnet. Doch auch Themen wie Solidarität und Widerstand gegen Unrecht sind ihr ein Anliegen.  

Die Fotografien in dieser Monografie werden von Texten von Nadine Olonetzky und Peter Pfrunder begleitet.

 

Die Institutionalisierung der Betreuung und Erziehung von Schulkindern in Horten im 19. und 20. Jahrhundert

Dissertation von Dr. Phil. Mirjam Staub – Publikation im Chronos Verlag

 Die Publikation ergründet die Geschichte der ersten Horte in der Schweiz seit ihrer Gründung in den 1880er Jahren. Wenn diese Einrichtungen anfangs eine wichtige schul- und familienergänzende Rolle spielten, später jedoch als Orte mit vorwiegend fürsorgerischem Charakter abgestempelt wurden, hat das gemäss der Autorin mit einer Vergeschechtlichung der Hortleitungstätigkeit zu tun.

Horte waren ein neues Arbeitsfeld für Frauen und die Hortleitung ein ausschliesslicher Frauenberuf, was zunehmend mit weiblich konnotierter Erziehungsarbeit gleichgestellt wurde. Dadurch wurden Horte vom männlich geprägten Schulwesen abgegrenzt und verloren ihren Stellenwert als Ergänzung zur Schule.

 
 Neue Perspektiven. Frauen in Zermatt – gestern und heute

Matterhorn Museum - Zermatt

 2021 jährt sich die Erstbesteigung des Matterhorns durch Lucy Walker – der ersten Frau auf dem Matterhorn – zum 150sten Mal. Ausserdem ist 2021 das 50jährige Jubiläum des nationalen Frauenstimmrechts in der Schweiz, bei dem die Oberwalliser Frauen eine nicht unbedeutende Rolle spielten. Das Matterhorn Museum nimmt diese beiden Jubiläen zum Anlass, sich mit der Rolle der Frauen in der Zermatter Geschichte und damit auch mit Fragen der Gleichstellung und Gleichberechtigung in unserer Gesellschaft zu befassen. Die Ausstellung hebt die im Hintergrund vorhandenen „Frauengeschichten“ hervor, macht Frauen aus der Geschichte sichtbar mit dem Ziel, die Geschichte der bisher Verborgenen zu revalorisieren.

 

Starke Frauen in der Basler Geschichte

Stickeralbum

 Dieses Album ist in Zusammenarbeit von Stadt.Geschichte.Basel und dem Staatsarchiv Basel-Stadt entstanden. Anlass zur Publikation gab das diesjährige Jubiläum 50 Jahre Frauenstimmrecht und die Tatsache, dass Frauen nicht erst seit 50 Jahren, sondern seit jeher Geschichte schreiben. Deshalb werden in diesem Stickeralbum, stellvertretend für viele, zwölf Frauen geehrt, die in vielfältiger Art und über alle sozialen Schichten hinweg Einfluss auf das gemeinschaftliche Leben ausgeübt haben, dies von der Frühgeschichte bis in die Gegenwart. Die zwölf Protagonisten sind wohl nur wenigen bekannt, und doch haben sie, jede auf ihre Weise, die Stadtgeschichte geprägt.

 

Frauen in der Landwirtschaft

Artikelserie von Vanessa Simili

 In den Artikeln werden Frauen porträtiert, die in der Landwirtschaft tätig sind. Dabei liegt der Fokus auf dem neuen Rollenverständnis von Bäuerinnen, Landwirtinnen, Betriebsleiterinnen und Partnerinnen von Landwirten. Die traditionelle „Bäuerin“ wird immer mehr zur Unternehmerin.

Die Autorin schreibt dazu:

„Die Serie «Frauen in der Landwirtschaft» rückt die unterschiedlichsten Bäuerinnen in den Fokus. Frauen übernehmen seit je eine bedeutende Rolle im bäuerlichen Familienbetrieb. Im Kontext des landwirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturwandels verändern sich nicht nur das Rollenverständnis, sondern auch die Aufgaben und Funktionen. Das konventionelle Modell der landwirtschaftlichen Betriebsführung nimmt neue Formen an.“